Körpereigene Bandscheibenzelltransplantation/ADCT

„Sie haben einen Verschleiß der Bandscheiben, daran kann man nichts ändern!“
Diese Worte haben schon viele Patienten in orthopädischen oder neurochirurgischen Praxen gehört.

Wie wäre es eigentlich, wenn man eine Bandscheibe reparieren könnte, sozusagen mit einer Frisch-
zellenkur.

Durch die moderne Medizin ist dies möglich geworden. Hierzu wurde ein spezielles Zellkulturverfahren entwickelt. 1996 wurden die ersten Bandscheibenzelltransplantationen durchgeführt. Durch verschie-
dene Studien mit guten Ergebnissen ist diese Technik auch wissenschaftlich gut belegt.

Dieses neuartige Verfahren, die körpereigene Bandscheibenzelltransplantation (engl: autologous disc-
derived chondrocyte transplantation, ADCT), kann den Verschleißprozess der Bandscheibe nicht nur stoppen, sondern auch zu einer Regeneration betragen. Zudem können Substanzdefekte nach Opera-
tionen sowie bei Bandscheibenvorfällen ausgeglichen werden.

Die Möglichkeit, solche häufig auftretenden Bandscheibenprobleme mit körpereigenem Gewebe, ohne
jede Fremdsubstanz zu behandeln, macht diese Methode so einzigartig.

Wie wird die Bandscheibenzelltransplantation durchgeführt?

1. Schritt: Entnahme des Bandscheibengewebes

Ungefähr 1cm³ des Bandscheibengewebes, das bei der Bandscheibenoperation (Diskektomie) ohnehin entnommen werden muss, wird in ein steriles Gefäß überführt und zusammen mit einer Blutprobe des Patienten (200 ml) an die aufbereitende Firma geschickt. Die Entnahme des Gewebes erfolgt in der
Regel minimal invasiv, d.h. durch eine feine Sonde.

2. Schritt: Vermehrung der Bandscheibenzellen

Die Bandscheibenzellen werden in den hochspezialisierten Zellkulturlaboren aus der Gewebeprobe isoliert und unter sterilen Bedingungen außerhalb des Körpers unter höchsten Sicherheitsstandards vermehrt. Die Vermehrung erfolgt nach allen Regularien des Arzneimittelgesetzes, der Herstellungs-
praxis und des Qualitätsmanagements (AMG, GMP, DIN EN ISO 9001).

3. Schritt: Transplantation der Bandscheiben-Knorpelzellen

Die Transplantation der körpereigenen Bandscheibenzellen erfolgt etwa 3 Monate nach der Entnahme des Bandscheibengewebes. Dieser zeitliche Abstand gewährleistet, dass die Bandscheibe zum Trans-
plantationstermin wieder ausreichend verheilt ist.

Die vermehrten Bandscheibenzellen werden dem behandelnden Arzt zurückgesandt. Das Bandschei-
benzelltransplantat wird - wie ein lebendes Organ - unter gesicherten Bedingungen innerhalb weniger Stunden transportiert, um die Qualität der Zellen zu erhalten. Unter örtlicher Betäubung werden die körpereigenen Bandscheibenzellen in die Bandscheibe injiziert.

Vorteile der autologen Bandscheibenzelltransplantation:

Die Therapie eines Bandscheibenvorfalles durch die autologe Bandscheibenzelltransplantation ist eine Investition in Ihre Zukunft:

  • Behandlung mit körpereigenen Zellen
    - Kein zusätzlicher Eingriff zur
    Gewinnung des Ausgangsmaterials
  • Minimal-invasive Verabreichung der vermehrten körpereigenen Zellen
    - Ausgleich des Massenverlustes im Bandscheibendefekt
  • Regeneration von gesundem Bandscheibengewebe
    - Bewahrung der Funktionalität der Bandscheibe
  • Erhalt der Beweglichkeit des Rückens
    - Schutz vor weiteren Verschleißerscheinungen
Wir führen die Bandscheibentransplantation als eine der wenigen Praxen in Deutschland an der katho-
lischen Klinik Ruhrhalbinsel, St. Josefs, in Essen-Kupferdreh durch und haben hier die Nachfolge von
Dr. Timmermann, dem Pionier dieses Verfahrens, angetreten. Im Bereich der Halswirbelsäule gehören
wir zu wenigen ausgewählten Therapeuten in der Welt.

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