Triggerstoßwelle

In der Therapie orthopädischer Erkrankungen spielt die Muskulatur oft eine untergeordnete Rolle. Vielfach steht das Gelenk oder die Bandscheibe im Mittelpunkt der Behandlung. Dies ist umso erstaunlicher, als doch die Muskulatur mit 50 % unserer Körpermasse eines unserer wichtigsten Organe ist. Muskuläre Erkrankungen oder muskuläre Begleitveränderungen bei Störungen im Bewegungssystem können dagegen zu erheblichen Beschwerden und chronischen Schmerzen beitragen oder sie auslösen. Letztendlich manifestieren sich auch psychische Belastungen in
der Muskulatur.

Schon in der Medizin des Altertums  beschäftigte man sich mit dem Weichteilgewebe als Motor
der Bewegung und der Stützorgane.

Im 19. Jahrhundert beschrieb Froriep erstmals knotige Verhärtungen in der Muskulatur als Muskel-
schwiele. Im weiteren Verlauf erforschte man diese schmerzhaften Punkte und nannte sie schließlich Triggerpunkte.

Triggerpunkte sind häufig auftretende Phänomene. Nahezu jeder ist hiervon betroffen. In vielen Fällen führen sie allerdings zu hartnäckigen oft ausstrahlenden Schmerzen und können schließlich zu einer chronischen Schmerzerkrankung führen.

Sehr schnell bemerkte man, dass eine Therapie dieser Triggerpunkte zu einer erstaunlichen, dauer-
haften Linderung chronischer muskulärer Schmerzen führen konnte.

Vielfältige Therapieverfahren wurden zur Beseitigung von Triggerpunkten  entwickelt. Hierzu gehören Massagen, Injektionen, Nadelungen und Druckbehandlungen.

In den 90iger Jahren begann der Trend, Triggerpunkte mit der bis dahin in der Orthopädie zur Therapie von Sehnenerkrankungen eingesetzten Stoßwelle zu therapieren. Bemerkenswerte Erfolge führten
zu einer schnellen Verbreitung dieses Verfahrens. Die Triggerpunktstoßwelle ist daher bei geschulten Sportmedizinern, Orthopäden und Physiotherapeuten ein hocheffektives Verfahren zur Behandlung myofascialer Schmerzen.

Wie wirkt die Triggerpunktstoßwelle?

Die genaue Wirkung der Stoßwelle auf Triggerpunkte ist nicht bekannt. Seit langem weiß man, dass Vibrationen einen spannungssenkenden Effekt auf Muskelfasern haben. Von der klassischen Stoß-
welle ist bekannt, dass eine Veränderung der Freisetzung von Gewebshormonen erzielt werden kann, es kann zu einer Stimulation des Zellwachstums kommen, eine Vermehrung von Blutgefäßen tritt ein. Aber auch ein Einfluss auf die Spannungsfühler in der Muskulatur ist möglich.

Wie wird die Triggerpunktstoßwelle durchgeführt?

Zunächst werden die Triggerpunkte durch eine genaue Untersuchung lokalisiert. Dann wird jeder Triggerpunkt sowie der betroffene Muskel  mit einer hochfrequenten Stoßwelle behandelt. Abschlies-
send werden die behandelten Muskeln gedehnt und bedarfsweise mit einem Kinesiotape versorgt.
Die Behandlung dauert etwa 20 Minuten. Insgesamt 6 Behandlungen 1-2 mal pro Woche sind erforderlich.

Als Referenten und Ausbilder für die Triggerpunktstoßwelle besitzen wir eine hohe Kompetenz.
Die Physiotherapeuten im Gesundheitzentrum sind in dieser Technik ausgebildet und besitzen
zum Teil eine langjährige Erfahrung.

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